Energetische Sanierung: Effizient modernisieren und Förderungen sichern
Energie sparen, Wohnkomfort steigern, Immobilienwert sichern: Eine energetische Sanierung senkt dauerhaft Ihre laufenden Betriebskosten, erfüllt aktuelle Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes und profitiert von attraktiven staatlichen Zuschüssen. Entscheidend ist eine fundierte Planung: Welche Maßnahmen sind sinnvoll, in welcher Reihenfolge sollten sie umgesetzt werden und wie lassen sich Fördermittel optimal nutzen? Dieser Ratgeber zeigt Ihnen die wichtigsten Schritte und gibt praxisnahe Tipps für eine erfolgreiche Sanierung.

Das Wichtigste in Kürze
- Energetische Sanierung senkt Energieverbrauch und laufende Kosten dauerhaft und planbar.
- Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verpflichtet Eigentümer bei bestimmten Baumaßnahmen zur energetischen Nachrüstung.
- Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) hilft bei der strukturierten Umsetzung und sichert zusätzliche Förderung.
- Fördermittel vom Staat: Tilgungszuschuss bei Komplettsanierungen, plus Boni für iSFP, verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien oder besonders hohe Nachhaltigkeit. Alternativ lässt sich ein Teil der Sanierungskosten steuerlich absetzen.
- Mit der Heid Energieberatung erhalten Sie rechtssichere Planung, Fördermittelberatung und energetische Baubegleitung aus einer Hand – bundesweit.
Darum jetzt eine energetische Sanierung anstoßen
Wer seine Immobilie energetisch modernisieren möchte, trifft momentan auf passende Rahmenbedingungen, aber auch auf einen wachsenden Handlungsdruck. In Zeiten steigender Energiepreise rechnet sich jede eingesparte Kilowattstunde doppelt. Eine energetische Sanierung senkt die laufenden Betriebskosten und schützt vor zukünftigen Belastungen durch CO₂-Abgaben und ineffiziente Heiztechnik.
Zugleich verlangt der Gesetzgeber mehr Klimaschutz im Gebäudebestand. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sieht beispielsweise konkrete Pflichten für den Austausch veralteter Heizkessel sowie die Dämmung zugänglicher Deckenflächen oder die Einhaltung von Effizienzstandards bei baulichen Veränderungen vor. Wer hier nicht oder unzureichend handelt, riskiert Sanktionen oder teure Nachrüstungen auf den letzten Drücker.
Neben den gesetzlichen Vorgaben rückt auch der Immobilienmarkt das Thema immer stärker in den Fokus: Gebäude mit schlechter Energiebilanz verlieren an Wert, während energetisch sanierte Objekte zunehmend gefragt sind.
Haus energetisch sanieren: Was bedeutet das?
Der Begriff „energetische Sanierung“ umfasst alle baulichen Maßnahmen, die den Energieverbrauch eines Gebäudes dauerhaft senken. Ziel ist es, die energetische Qualität von Bestandsgebäuden zu verbessern, also Wärmeverluste zu minimieren und gleichzeitig die Effizienz von Heizungs-, Lüftungs- und Warmwasseranlagen zu steigern.
Typische Maßnahmen im Rahmen einer energetischen Sanierung sind zum Beispiel:
- Dämmung von Dach, Fassade und Kellerdecke zur Reduktion von Wärmeverlusten über die Gebäudehülle.
- Austausch alter Fenster und Türen, etwa gegen Modelle mit Dreifachverglasung.
- Erneuerung der Heizungsanlage, zum Beispiel durch eine Wärmepumpe oder einen Pelletkessel.
Zu einer energetischen Gebäudesanierung im Sinne der Unabhängigkeit von fossilen Energien zählen zudem (mitsamt geschätzter Preise):
Energetische Maßnahme | Kostenspanne |
Lüftung mit Wärmerückgewinnung | 4.000 bis 10.000 Euro |
Photovoltaik-Anlage | 6.000 bis 15.000 Euro zzgl. Speicher |
Solarthermie-Anlage | 3.000 bis 17.000 Euro |
Wärmepumpe | 6.000 bis 33.000 Euro |
Diese Maßnahmen lassen sich einzeln oder im Paket umsetzen. Sinnvoll ist in jedem Fall eine ganzheitliche Betrachtung. Denn nur wenn Gebäudehülle und Haustechnik aufeinander abgestimmt sind, entfaltet die Sanierung ihr volles Einsparpotenzial. Ein individueller Sanierungsfahrplan legt genau das fest: Welche Schritte sinnvoll, in welcher Reihenfolge sie wirtschaftlich sind und mit welcher Förderung Sie rechnen können.
Energetische Sanierung planen: Grundlagen und Fördermittel
Wer energetisch saniert, bewegt sich heute in einem komplexen Geflecht aus Vorschriften, Förderprogrammen und technischen Anforderungen. Umso wichtiger ist eine fundierte und rechtskonforme Planung. Nicht zuletzt deshalb, weil viele Maßnahmen nur dann förderfähig sind, wenn sie im Vorfeld von einem zertifizierten Energieberater begleitet und dokumentiert wurden.

Eine energetische Gebäudesanierung hilft Ihnen dabei, ein energieeffizientes Gebäude zu erhalten.
Gebäudeenergiegesetz & Co.: Was Eigentümer wissen müssen
Das GEG bildet den gesetzlichen Rahmen für energetische Anforderungen im Bestand. Es schreibt unter anderem folgende Maßnahmen vor:
- Austausch von Heizkesseln, die älter als 30 Jahre sind, sofern keine Ausnahmen greifen (§ 72 GEG),
- Nachrüstung der obersten Geschossdecke oder des Daches (§ 47 GEG),
- Einhaltung von Effizienzstandards beim Wärmedurchgangskoeffizienten bei baulichen Änderungen, etwa der Austausch von Fenstern, Dämmung von Außenflächen (§ 48 GEG),
- Anforderungen an Heizungsanlagen bei Sanierungen (§ 71 ff. GEG).
Diese Regelungen gelten unabhängig davon, ob eine komplette Sanierung geplant ist. Wer ohnehin modernisiert, sollte die Anforderungen unbedingt berücksichtigen, schon aus Gründen der Wirtschaftlichkeit. Die meisten Förderprogramme orientieren sich ebenfalls an den Vorgaben des GEG.
In den kommenden Jahren verschärfen sich zudem die Vorgaben für energetische Mindeststandards auf EU- wie auf Bundesebene. Ziel ist es, die CO₂-Emissionen des Gebäudesektors deutlich zu senken.
Die überarbeitete EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) schreibt vor:
- Nichtwohngebäude mit der schlechtesten Energiebilanz (unterste 16 Prozent) müssen bis 2030 saniert werden.
- Weitere 10 Prozent bis 2033.
- Für Wohngebäude sollen die EU-Mitgliedstaaten Strategien entwickeln, um den durchschnittlichen Primärenergieverbrauch bis 2030 um 16 Prozent und bis 2035 um rund 20 Prozent zu senken.
Zudem wird es einen sogenannten Renovierungspass geben: Er dokumentiert den Sanierungsfahrplan bis zur Klimaneutralität.
Auch in Deutschland ist das Ziel klar: Alle Gebäude sollen bis spätestens 2045 klimaneutral sein. Sanierungen werden also künftig nicht nur gefördert, sondern auch stärker gefordert. Ein frühzeitiger energetischer Check schafft Planungssicherheit.
Fördermittel für energetische Sanierung: Überblick & Voraussetzungen
Es gibt verschiedene Wege, wie Sie Ihre energetische Sanierung durch den Staat fördern lassen können.
1. Bundesförderung für effiziente Gebäude bei Einzelmaßnahmen (BEG EM)
Die BEG ist das zentrale Förderinstrument des Bundes und bündelt Zuschüsse sowie Kredite für energetische Sanierungen im Wohn- und Nichtwohngebäudebereich.
- Förderhöhe: Ein bestimmter Prozentsatz der förderfähigen Kosten.
- Bonus: 5 Prozent zusätzlicher Bonus bei Umsetzung im Rahmen eines iSFP.
- Förderfähig sind zum Beispiel:
- Dämmung von Außenflächen (Fassade, Dach, Kellerdecke)
- Erneuerung von Fenstern und Außentüren
- Erneuerung oder Optimierung von Heizungsanlagen
- Einbau von Lüftungssystemen
- Voraussetzungen:
- Durchführung durch ein Fachunternehmen
- Einbindung eines zugelassenen Energieberaters (BAFA- oder dena-gelistet)
- Antragstellung vor Beginn der Maßnahme
- Technische Mindestanforderungen müssen erfüllt sein
Ein häufiger Fehler bei Sanierungen ist die unkoordinierte Umsetzung von Einzelmaßnahmen. Wer beispielsweise zuerst eine neue Wärmepumpe installiert, aber später feststellt, dass das Gebäude zu hohe Wärmeverluste aufweist, muss nachbessern – technisch wie finanziell.
Die Heid Energieberatung sorgt hier für Klarheit: Unsere Energieberater analysieren Ihre Immobilie ganzheitlich und entwickeln daraus einen sinnvollen, schrittweisen Maßnahmenplan. Ins Zentrum stellen wir dafür den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), ein durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördertes Instrument, das technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Förderfähigkeit optimal verknüpft.
Tipp: Ein iSFP beschert Ihnen auch höhere Fördersätze. Bis zu 5 Prozent Bonus auf Einzelmaßnahmen sind möglich, wenn diese im Rahmen eines iSFP umgesetzt werden.
2. Komplettsanierung zum Effizienzhaus (BEG WG mit Zuschuss oder Kredit über KfW)
Wenn Sie Ihre Immobilie ganzheitlich sanieren, können Sie sie auf den sogenannten Effizienzhaus-Standard bringen. Je besser der energetische Zustand nach der Sanierung, desto höher fällt die Förderung aus. Maßstab ist ein gesetzlich definiertes Referenzgebäude gemäß Gebäudeenergiegesetz. Es gibt unterschiedliche Effizienzhaus-Stufen, jeweils ausgerichtet an den erzielten Prozent des Referenz-Energieverbrauchs.

Auch dank einer Wärmepumpe lassen sich die Effizienzhaus-Standardwerte für die KfW-Förderung erreichen.
Zusätzliche Förderklassen: Mehr Zuschuss durch erneuerbare Energien oder Nachhaltigkeit
Neben der reinen Energieeffizienz können zwei weitere Kriterien den Tilgungszuschuss erhöhen:
- Erneuerbare-Energien-Klasse (EE-Klasse):
Mindestens 65 Prozent des Energiebedarfs müssen über erneuerbare Energien oder unvermeidbare Abwärme gedeckt werden (z. B. Wärmepumpe, Solarthermie, Biomasse). - Nachhaltigkeits-Klasse (NH-Klasse):
Die Immobilie erfüllt die Anforderungen des staatlichen Qualitätssiegels „Nachhaltiges Gebäude“, unter anderem durch ressourcenschonende Bauweise, Rückbaukonzepte oder besonders langlebige Materialien.
Wird eine dieser Zusatzklassen erreicht, steigt die Kredithöhe pro Wohneinheit um 30.000 € und der Tilgungszuschuss um 5 Prozentpunkte.
Effizienzhaus-Stufe | Kredithöhe pro Wohneinheit | Tilgungszuschuss (Basis) | Tilgungszuschuss (mit EE- oder NH-Klasse) |
EH 85 | 120.000 € 150.000 € (mit EE- oder NH-Klasse) | 5 % | 10 % |
EH 70 | 120.000 € 150.000 € (mit EE- oder NH-Klasse) | 10 % | 15 % |
EH 55 | 120.000 € 150.000 € (mit EE- oder NH-Klasse) | 15 % | 20 % |
EH 40 | 120.000 € 150.000 € (mit EE- oder NH-Klasse) | 20 % | 25 % |
3. Weitere Programme (regional & kommunal)
- Landes- und Stadtprogramme (z. B. in verschiedenen Bundesländern, am besten bei Ihrem Energieberater anfragen)
- Zuschüsse zu Beratungskosten, PV-Anlagen oder Batteriespeichern
- Kombinierbar mit BEG, sofern Kumulierung erlaubt
Mit System sanieren: Heid begleitet Sie durch alle Schritte
Ein gutes Sanierungskonzept ist mehr als die Summe einzelner Maßnahmen. Es verbindet:
- eine realistische Bewertung des Ist-Zustands,
- technische Machbarkeit,
- wirtschaftliche Umsetzung,
- gesetzliche Vorgaben,
- und die optimalen Förderbedingungen.
Die Heid Energieberatung übernimmt alle Schritte von der ersten Analyse über die Planung bis zur Umsetzung. Unser Anspruch: maximale Einsparung, maximale Förderung, maximale Wirkung, mit einem klaren Fahrplan und persönlicher Energieberatung vor Ort.

Sanieren lohnt sich, aber nur mit einem klaren Plan. Wer die richtigen Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge angeht, spart mehr, investiert zielgerichteter und sichert sich maximale Förderung.
Energieberater & Ing. André Heid M. Sc.
Ablauf einer energetischen Sanierung: Schritt für Schritt zur Effizienz
Eine energetische Sanierung ist ein technisches Projekt mit vielen Schnittstellen, vom ersten Gespräch bis zur finalen Abnahme. Wer hier strukturiert vorgeht, sichert sich größtmögliche Planungssicherheit und die maximale Förderung. Die Heid Energieberatung begleitet Sie dabei vom ersten Schritt an mit einem klaren Fahrplan und persönlicher Betreuung durch zertifizierte Fachberater.
1. Erstberatung und Vor-Ort-Begehung
Im unverbindlichen Erstgespräch klären wir gemeinsam Ihre Ziele, sammeln die Rahmendaten zu Ihrer Immobilie und sehen uns die Ausgangslage an. Darauf folgt eine Vor-Ort-Besichtigung, bei der ein Heid-Energieberater den energetischen Zustand des Gebäudes fachkundig analysiert, inklusive Dokumentation von Schwachstellen, Heiztechnik, Dämmstandards, Fensterqualität und Lüftung.
2. Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP)
Auf Basis der Gebäudeanalyse wird ein individueller Sanierungsfahrplan erstellt. Er zeigt systematisch auf:
- welche Maßnahmen technisch sinnvoll sind,
- in welcher Reihenfolge sie am meisten Nutzen bringen,
- welche Förderungen jeweils möglich sind.
Zur Erinnerung: Der iSFP wird durch das BAFA bezuschusst und ist die Grundlage für viele weitere Förderprogramme, inklusive eines zusätzlichen Förderbonus von 5 Prozent bei Umsetzung empfohlener Maßnahmen.
3. Ausführung: Fördermittelanträge, Umsetzung & Abschluss
Im nächsten Schritt prüfen unsere Experten alle Fördermöglichkeiten im Detail, von der BAFA-Einzelmaßnahme über KfW-Kredite für Effizienzhäuser bis zu regionalen Zuschüssen. Auf Wunsch übernehmen wir die vollständige Antragstellung, Kommunikation mit Behörden und Fristenkontrolle.
Wichtig: Förderanträge müssen vor dem Maßnahmenbeginn eingereicht werden. Genau hier sorgt Heid für Sicherheit.
Sobald die Förderzusage vorliegt, startet die bauliche Umsetzung. Die Heid Energieberatung unterstützt Sie auch hier durch eine energetische Baubegleitung, bei der unsere Experten regelmäßig auf der Baustelle prüfen, ob die Arbeiten korrekt und förderkonform durchgeführt werden.
Typische Leistungen:
- Prüfung von Angeboten
- Baustellenbegehungen
- Qualitätskontrollen
- Dokumentation für KfW/BAFA
Übrigens: Auch für die Baubegleitung gibt es einen Zuschuss! 50 Prozent der Kosten bis maximal 5.000 €.
Nach der Umsetzung stellen wir alle erforderlichen Nachweise zusammen, inklusive Bestätigungen für Förderstellen, Effizienzhaus-Bestätigung oder Abschlussenergieausweis. Damit ist sichergestellt, dass die Förderung auch tatsächlich ausgezahlt wird.

Der individuelle Sanierungsfahrplan im Überblick.
Optional: Heizlast- und Wärmebrückenberechnung
Für bestimmte Maßnahmen (z. B. neue Heizung, Fußbodenheizung, hydraulischer Abgleich) ist eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 erforderlich. Ebenso kann eine Wärmebrückenberechnung energetische Schwachstellen aufdecken und zusätzliche Förderfähigkeit sichern. Auch diese Leistungen bietet Heid aus einer Hand an.
Wirtschaftlichkeit & Wertsteigerung: Gute Argumente für die energetische Sanierung
Energetisch zu sanieren ist eine Investition mit direktem finanziellem Mehrwert. Wer heute sinnvoll modernisiert, profitiert doppelt: durch dauerhaft niedrigere Betriebskosten und später durch eine gesteigerte Attraktivität der Immobilie am Markt.
Die Frage ist dabei nicht nur ob sich eine Sanierung lohnt, sondern wie sie sich am besten rechnet. Mit einer qualifizierten Energieberatung, wie sie Heid bundesweit anbietet, lassen sich Maßnahmen gezielt aufeinander abstimmen und Förderpotenziale vollständig ausschöpfen.
Einsparpotenziale durch niedrigeren Energieverbrauch
Der größte wirtschaftliche Hebel liegt in der Reduzierung des Energieverbrauchs. Je nach Zustand der Immobilie vor der Sanierung lassen sich Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich erzielen. Bei stark sanierungsbedürftigen Gebäuden natürlich mehr als bei Häusern, die eigentlich noch „gut in Schuss“, aber eben etwas gealtert sind.
Dabei gilt: Wer Maßnahmen aufeinander abstimmt (z. B. Dämmung und Heizungstausch), nutzt das volle Potenzial. Wichtig ist die genaue Berechnung im Vorfeld, etwa durch eine Energieberatung.
Mehr Förderung = weniger Eigenanteil
Unabhängig davon, welche Art der Förderung für Sie infrage kommt: Zuschüsse, zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse senken den Eigenaufwand deutlich. Gerade bei umfassenden Sanierungen zum Effizienzhaus lassen sich so Investitionskosten stark abfedern. Bei Einzelmaßnahmen sorgt der iSFP-Bonus für zusätzlichen Spielraum. Wer die Fördermittel geschickt einsetzt, verkürzt die Amortisationszeit erheblich.
Wertentwicklung der Immobilie
Neben der Einsparung wirkt sich die energetische Qualität direkt auf den Marktwert einer Immobilie aus. Energieeffizienz ist heute ein zentrales Kriterium bei Verkauf, Vermietung oder Finanzierung, nicht zuletzt wegen der stetig steigenden Anforderungen von Banken und Käufern.
Ein niedriger Energieverbrauch, eine moderne Heizung und dokumentierte Sanierungsmaßnahmen erhöhen die Chancen auf eine stabile oder steigende Wertentwicklung. Auch der Zugang zu besseren Finanzierungskonditionen kann davon abhängen, insbesondere bei Renditeobjekten.
Haus energetisch sanieren und Steuern sparen
Für selbst genutzte Wohngebäude lassen sich energetische Sanierungen auch steuerlich geltend machen. Alternativ zur Förderung durch BAFA oder KfW können Sie bis zu 20 Prozent der Sanierungskosten direkt von der Einkommensteuer abziehen. Das lohnt sich besonders, wenn keine Zuschüsse beantragt wurden oder aus irgendeinem Grund nicht infrage kommen.
Welche Voraussetzungen gelten? Die Immobilie muss seit mindestens zehn Jahren bestehen und von Ihnen selbst bewohnt werden. Die Arbeiten müssen durch ein Fachunternehmen erfolgen, das Ihnen eine entsprechende Bescheinigung ausstellt. Wichtig: Die Maßnahme muss spätestens bis zum 31. Dezember 2029 abgeschlossen sein.
Wie hoch ist die Steuerermäßigung? Insgesamt können Sie Sanierungskosten bis zu 200.000 Euro geltend machen. Die Steuerermäßigung verteilt sich über drei Jahre:
- Im ersten Jahr: 7 Prozent der Kosten (bis zu 14.000 Euro)
- Im zweiten Jahr: weitere 7 Prozent (bis zu 14.000 Euro)
- Im dritten Jahr: 6 Prozent (bis zu 12.000 Euro)
Maximal lassen sich auf diese Weise 40.000 Euro pro Objekt von der Steuer abziehen Eine Kombination mit staatlichen Förderprogrammen ist dann allerdings ausgeschlossen.
Häufige Fragen zur energetischen Sanierung
In diesem Abschnitt beantworten wir oft gestellte Fragen zur energetischen Sanierung.
Welche Maßnahme sollte ich zuerst umsetzen, wenn ich energetisch sanieren möchte?
Das hängt stark vom Zustand Ihrer Immobilie ab. Allgemein gilt: Zuerst sollte die Gebäudehülle verbessert werden, also Fassade, Dach und Fenster. Erst danach lohnt sich die Erneuerung der Heiztechnik, da ein besser gedämmtes Gebäude weniger Heizleistung benötigt. Ein individueller Sanierungsfahrplan zeigt Ihnen die optimale Reihenfolge, technisch wie wirtschaftlich.
Muss ich bestimmte Energiesparmaßnahmen laut Gesetz umsetzen?
Ja, es gibt Maßnahmen, die unter bestimmten Bedingungen verpflichtend sind. Das Gebäudeenergiegesetz sieht für Bestandsgebäude verbindliche Nachrüstpflichten vor. Dazu gehört der Austausch von (Brennwert-)Heizkesseln, die älter als 30 Jahre sind, oder die Dämmung zugänglicher oberster Geschossdecken. Auch Rohre in unbeheizten Räumen müssen isoliert werden. Bei umfassenderen Umbauten gelten eventuell zusätzliche Effizienzanforderungen. Wir beraten Sie dazu gerne konkret an Ihrer Immobilie.
Welche Fördermittel kann ich für meine energetische Sanierung bekommen?
Je nach Vorhaben stehen Ihnen BAFA-Zuschüsse für Einzelmaßnahmen oder KfW-Kredite mit Tilgungszuschuss für Komplettsanierungen zur Verfügung. Zusätzlich gibt es Boni, wenn Sie einen iSFP nutzen oder eine nachhaltige Bauweise umsetzen. Die Heid Energieberatung prüft, welche Kombination für Sie am meisten bringt, und übernimmt auf Wunsch auch die Antragstellung.
Wie lange habe ich Zeit, um meine Heizung zu tauschen?
Je nach erreichtem Effizienzhaus-Standard (EH 85 bis EH 40) erhalten Sie zwischen 5 und 25 Prozent Tilgungszuschuss auf einen zinsgünstigen Kredit. Mit EE- oder NH-Klasse erhöht sich der maximale Förderbetrag pro Wohneinheit von 120.000 auf bis zu 150.000 Euro. Auch dabei unterstützen wir Sie von Anfang an.
Muss ich für die Förderung zwingend einen Energieberater einbinden?
Ja, für nahezu alle Förderprogramme ist ein zertifizierter Energieeffizienzexperte vorgeschrieben. Unsere Energieberater erfüllen diese Voraussetzungen und sind in der dena-Expertenliste registriert.
Wie lange dauert eine energetische Sanierung im Durchschnitt?
Das hängt vom Umfang der Maßnahmen ab. Einzelmaßnahmen wie ein Heizungstausch sind inklusive Wartezeiten oft in wenigen Wochen realisiert. Eine Komplettsanierung mit Dämmung, Fenster und neuer Heiztechnik kann mehrere Monate dauern, vor allem bei gleichzeitiger Nutzung der Immobilie. Mit einem guten Fahrplan lässt sich die Umsetzung effizient und realistisch steuern.
Was kostet eine energetische Sanierung und lohnt sich das überhaupt?
Die Kosten variieren stark je nach Zustand des Gebäudes und gewünschtem Standard. Viele Maßnahmen amortisieren sich im Laufe der Jahre über Einsparungen bei den Energiekosten oder einen höheren Gebäudewert bei einem angestrebten Verkauf. Allgemein gilt: Dank Fördermitteln reduziert sich der Eigenanteil in vielen Fällen deutlich. Wir berechnen für Sie, wann sich welche Maßnahme rechnet und wie Sie gezielt investieren.
Was bedeuten die Effizienzhaus-Stufen konkret?
Die Zahl in der Bezeichnung beschreibt, wie viel Primärenergie das Gebäude im Vergleich zum GEG-Referenzhaus verbraucht:
- Effizienzhaus 85: 85 Prozent des zulässigen Verbrauchs
- Effizienzhaus 70: 70 Prozent
- Effizienzhaus 55: 55 Prozent
- Effizienzhaus 40: 40 Prozent
Je niedriger der Wert, desto besser der Energiestandard. Zusätzlich muss der Transmissionswärmeverlust – also der Wärmeverlust durch die Gebäudehülle – unter einem bestimmten Schwellenwert liegen.