Unsichtbare Schwachstellen in der Gebäudehülle zählen zu den größten Energiefressern, bleiben jedoch zu oft jahrelang unbemerkt. Eine professionelle Thermografie bringt sie ans Licht. Mithilfe modernster Infrarottechnik lassen sich Wärmebrücken, Leckagen und Dämmfehler punktgenau lokalisieren. Das ist die ideale Grundlage für wirtschaftlich sinnvolle Sa­nie­rungs­ent­schei­dun­gen. Erfahren Sie, wie Sie mit einer Thermografie den energetischen Zustand Ihrer Immobilie präzise erfassen lassen.

Normales und Wärmebild liegen nebeneinander auf einem Schreibtisch

Mithilfe einer Thermografie lassen sich Wärmeverluste am und im Gebäude präzise lokalisieren.

Das Wichtigste in Kürze zur Thermografie
  • Thermografie macht Wärmeverluste sichtbar: ideal zur Sa­nie­rungs­vor­be­rei­tung, Lecksuche oder Qua­li­täts­si­che­rung im Neubau.
  • Innen- und Au­ßen­ther­mo­gra­fie möglich: Beide Varianten ergänzen sich und liefern nur gemeinsam ein vollständiges Bild.
  • Aussagekräftige Ergebnisse nur bei entsprechenden Bedingungen: Hohe Bildqualität setzt eine ausreichende Tem­pe­ra­tur­dif­fe­renz sowie geeignete Wet­ter­be­din­gun­gen voraus.
  • Seriöser Anbieter wichtig: Sie arbeiten unabhängig, erstellen verständliche Berichte und verkaufen keine Produkte.
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Heid Energieberatung
Zertifizierte Energieberater nach DIN EN 16247 und Ge­bäu­de­en­er­gie­ge­setz (GEG) von TÜV, DEKRA, IHK, dena und EIPOS.

Was ist Thermografie?

Thermografie ist ein bildgebendes Messverfahren, das Tem­pe­ra­tur­un­ter­schie­de an Oberflächen sichtbar macht. Dabei kommt eine spezielle Infrarotkamera zum Einsatz, die Wärmestrahlung erfasst und als Farbbild – das sogenannte Thermogramm – darstellt. Warme Bereiche erscheinen typischerweise in Gelb- und Rottönen, kühle Flächen in Blau oder Violett.

Im Gebäudebereich zeigt die Thermografie, wo unnötig Energie verloren geht. Sie deckt Schwachstellen in der Gebäudehülle auf, etwa undichte Fens­ter­an­schlüs­se, mangelhafte Dämmung oder Wärmebrücken. Damit liefert sie wertvolle Hinweise für energetische Sanierungen, Mo­der­ni­sie­run­gen oder die Qua­li­täts­si­che­rung bei Neubauten.

Thermografie sinnvoll einsetzen

Eine Thermografie entfaltet ihren vollen Nutzen erst, wenn die Ergebnisse korrekt interpretiert und in einen passenden Hand­lungs­kon­text eingebettet werden. Je nach Gebäudeart und Zielsetzung unterscheiden sich diese Faktoren erheblich.

Thermografie bei Be­stands­ge­bäu­den

In älteren Gebäuden hilft die Thermografie, versteckte Energieverluste aufzuspüren. Das ist unter anderem hilfreich, wenn Sie eine Energieberatung für den Altbau benötigen. Typische Problemzonen sind:

  • Wärmebrücken an Fens­ter­an­schlüs­sen, Rollladenkästen oder Deckenauflegern
  • Hohlräume oder verrutschte Dämmmatten in Dachschrägen
  • undichte Stellen in der Gebäudehülle
  • Leckagen in Rohrleitungen oder Fuß­bo­den­hei­zun­gen

Ein wesentlicher Vorteil: Die Schäden oder Schwachstellen können häufig erkannt werden, ohne Bauteile zu öffnen. Das spart Zeit, Geld und vermeidet unnötige Eingriffe in die Bausubstanz. Die Ergebnisse lassen sich bei Bedarf optimal in einen individuellen Sa­nie­rungs­fahr­plan integrieren und helfen dabei, Sa­nie­rungs­maß­nah­men gezielt und förderfähig zu planen.

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Eine Thermografie zeigt Wärmeverluste auf und legt damit das Fundament für jede sinnvolle Sanierung.

Energieberater & Ing. André Heid M.Sc.

Thermografie im Neubau

Auch bei Neubauten spielt die Thermografie eine wichtige Rolle, vor allem zur Qua­li­täts­si­che­rung. Sie zeigt, ob die Dämmung korrekt eingebaut wurde und die Luftdichtheit den Anforderungen entspricht. Besonders wirksam ist die Thermografie in Kombination mit einem Blower-Door-Test: Durch den erzeugten Unterdruck werden Leckagen sichtbar, die sonst verborgen bleiben. So lassen sich Baumängel frühzeitig erkennen und kostspielige Folgeschäden vermeiden. Eine Thermografie kann bereits früh, beispielsweise im Rahmen einer Energieberatung für den Neubau, fest in den Projektplan integriert werden.

Innen- und Au­ßen­ther­mo­gra­fie: Unterschiede und Stärken

Nicht jede Thermografie liefert automatisch verwertbare Ergebnisse, denn es muss selbst­ver­ständ­lich an der richtigen Stelle gemessen werden. Das kann außen oder innen im Gebäude geschehen.

Au­ßen­ther­mo­gra­fie: (Erste) Hinweise von außen

Bei der Au­ßen­ther­mo­gra­fie wird die Gebäudehülle von außen mit einer Infrarotkamera erfasst. Sie eignet sich gut für eine erste Einschätzung, insbesondere bei klarer Auf­ga­ben­stel­lung wie der Ortung von Wärmeverlusten an Dach, Fassade oder Fenstern. Allerdings unterliegt sie bestimmten Einschränkungen:

  • Außentemperatur und Heizbetrieb müssen stark genug differieren.
  • Son­nen­ein­strah­lung, Wind oder Niederschlag können die Ergebnisse stark verfälschen.
  • Hinterlüftete Fassaden oder Dächer wirken oft besser gedämmt, als sie tatsächlich sind – vor allem, wenn die problematischen Stellen nicht sichtbar sind.

In­nen­ther­mo­gra­fie: Exakte Diagnose im Detail

Die In­nen­ther­mo­gra­fie ergänzt die Außenaufnahmen durch detaillierte Analysen von innen. Sie zeigt Tem­pe­ra­tur­un­ter­schie­de und erlaubt Rückschlüsse auf Luftun­dicht­hei­ten, Leckagen oder feuchte Stellen an Rohrleitungen oder in der Dachdämmung. Besonders sinnvoll ist der Einsatz in folgenden Szenarien:

  • bei Schimmelbildung oder Verdacht auf Feuchtigkeit
  • zur Lecksuche bei Fuß­bo­den­hei­zun­gen
  • zur Überprüfung von Fens­ter­an­schlüs­sen, Dach­flä­chen­fens­tern und Gauben

Erst die Kombination aus Innen- und Au­ßen­ther­mo­gra­fie ergibt ein vollständiges Bild des energetischen Ist-Zustands.

Richtige Rah­men­be­din­gun­gen der Thermografie für aussagekräftige Ergebnisse

Eine Thermografie ist nur dann hilfreich, wenn sie unter den richtigen Bedingungen durchgeführt wird. Andernfalls drohen Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen.

Diese Voraussetzungen sollten erfüllt sein:

  • Tem­pe­ra­tur­dif­fe­renz: Mindestens 15 Grad Celsius Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur sind erforderlich, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Da eine Thermografie meistens bei kälteren Au­ßen­tem­pe­ra­tu­ren durchgeführt wird, sollte das Haus also gut beheizt sein.
  • Heizbetrieb: Apropos Heizung – die Temperatur im Gebäude sollte außerdem gleichmäßig warm sein. Bei Massivbauweise kann ein längerer Vorlauf notwendig sein, damit sich die Gradzahl überall angleicht.
  • Wet­ter­be­din­gun­gen: Idealerweise lassen Sie die Aufnahmen für die Thermografie in den frühen Morgenstunden anfertigen. Trockenheit ohne vorangegangenen Regen oder Schneefall ist ebenfalls empfehlenswert.
  • Vermeidung von Son­nen­ein­strah­lung: Wärme, die durch Son­nen­ein­strah­lung gespeichert wurde, kann die Messergebnisse verfälschen. Au­ßen­ther­mo­gra­fien sollten nur an schattigen Fassaden oder bei wol­ken­ver­han­ge­nem Himmel durchgeführt werden.
  • Kamerawinkel: Die Kamera sollte möglichst im rechten Winkel zur Oberfläche ausgerichtet sein. Ein schräger Winkel kann Messungen verfälschen oder undeutlich machen.

Die Planung und Durchführung einer Ge­bäu­de­ther­mo­gra­fie sollte deshalb immer in fachkundige Hände gelegt werden. Ein qualifizierter Energieberater kann die Bilder anfertigen, beurteilen und in den baulichen Kontext einordnen.

So läuft eine professionelle Thermografie mit Heid ab

Die Thermografie ist ein individuell geplantes Ana­ly­se­ver­fah­ren, das unter bestimmten Bedingungen stattfinden sollte. Bei der Heid Energieberatung erfolgt sie dementsprechend nur mit klarer Zielsetzung, unter sorgfältiger Durchführung und inklusive einer verständlichen Auswertung.

Unser typischer Ablauf:

  1. Vorbesprechung und Zieldefinition: Klärung der Fragestellung – etwa zur Sa­nie­rungs­pla­nung, Leckortung oder Qua­li­täts­si­che­rung.
  2. Terminplanung nach Wetterlage: Die Messung wird auf einen geeigneten Tag mit stabilen Au­ßen­be­din­gun­gen gelegt.
  3. Begehung und Aufnahme: Außen- und Innenaufnahmen werden systematisch durchgeführt. Je nach Gebäudetyp werden die Aufnahmen ergänzt durch Zusatzmessungen (z. B. Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tur, Luftfeuchte).
  4. Auswertung durch zertifizierte Experten: Analyse der Aufnahmen im Zusammenhang mit Bauweise, Nutzung und technischen Details des Gebäudes.
  5. Bericht mit Empfehlungen: Klarer Ergebnisbericht mit Thermogrammen, Fotos und Hand­lungs­emp­feh­lun­gen. Auf Wunsch erfolgt die Einbindung in einen individuellen Sa­nie­rungs­fahr­plan.

Rechenbeispiel – so lohnt sich Thermografie wirtschaftlich:

Ein unscheinbarer Defekt an der Dämmung unter dem Dach verursacht einen Energieverlust von etwa 600 Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht knapp 120 Euro jährlich (bei 20 ct/kWh). Wird der Schaden frühzeitig erkannt und behoben, spart das in zehn Jahren bereits 1.200 Euro, ganz abgesehen von möglichen Folgeschäden durch Feuchtigkeit oder Schimmel.

Die Kosten für eine professionelle Thermografie inklusive schriftlicher Auswertung liegen in der Regel im mittleren dreistelligen Bereich. Bei gezieltem Einsatz ist diese Investition bereits nach wenigen Jahren amortisiert.

Thermografie ist nicht gleich Thermografie: Qualität erkennen

Die Aussagekraft einer Thermografie steht und fällt mit der Fachkompetenz des oder der Ausführenden. Leider locken immer wieder Anbieter mit extrem günstigen Pau­schal­an­ge­bo­ten, oft mit mangelnder technischer Ausstattung, oberflächlicher Durchführung oder sogar manipulativer Darstellung.

Woran Sie eine seriöse Thermografie erkennen:

  • Beratung statt Verkaufsdruck: Ein echter Thermografie-Experte verkauft Ihnen keine Dämmstoffe oder Fenster, sondern liefert eine fundierte Analyse. Die Empfehlungen erfolgen neutral und im Interesse des Eigentümers.
  • Innen- und Außenaufnahmen: Eine Thermografie nur von außen ist unvollständig. Erst die Kombination mit Innenaufnahmen ermöglicht eine verlässliche, weil vollständige Beurteilung.
  • Klar dokumentierte Ergebnisse: Jedes Thermogramm wird ergänzt durch ein Vergleichsbild im sichtbaren Licht, eine Temperaturskala und Erläuterungen zur Interpretation.
  • Erfahrener Ansprechpartner: Bei Heid erhalten Sie Beratung durch Experten und keinen Softwarebericht „von der Stange“.
  • Integration in Sa­nie­rungs­pla­nung: Die Thermografie ist häufig kein Einzelgutachten, sondern Teil einer sinnvollen Gesamtstrategie, etwa zur Vorbereitung eines Sa­nie­rungs­fahr­plans oder als Grundlage für eine energetische Baubegleitung.

Vorsicht bei unseriösen Angeboten:

Thermografien für unter 200 Euro klingen verlockend, liefern aber meist nur bunte Bilder ohne Substanz. Teuer wird es, wenn daraus voreilige Maßnahmen resultieren – etwa eine besonders kostspielige Dämmung, die gar nicht nötig wäre. Wer eine Thermografie durchführt, sollte kein wirt­schaft­li­ches Interesse an bestimmten Sa­nie­rungs­maß­nah­men haben.

Förderung einer Thermografie

Die Thermografie kann im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit staatlicher Unterstützung durchgeführt werden.

Viele Eigentümer nutzen die Thermografie außerdem, um sich einen ersten Eindruck über den energetischen Zustand ihres Gebäudes zu verschaffen. In diesen Fällen ist eine kombinierte Energieberatung empfehlenswert. Die Thermografie dient dann als fundierte Grundlage für konkrete Maß­nah­men­emp­feh­lun­gen und ermöglicht eine gezielte För­der­mit­tel­be­ra­tung.

Wer Thermografie und Energieberatung kombiniert, profitiert durch höhere Pla­nungs­si­cher­heit und staatliche Zuschüsse.

Wir beraten Sie kostenlos, gleich anrufen:
0158 - 886 535 18 oder Formular abschicken:
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Häufige Fragen zur Thermografie

Sie überlegen, ob eine Thermografie für Ihre Immobilie sinnvoll ist oder wie Sie die Ergebnisse richtig nutzen? Im Folgenden finden Sie Antworten auf typische Fragen, die wir in der Praxis immer wieder sehen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Thermografie?

Die besten Ergebnisse liefert eine Thermografie in der Heizsaison, idealerweise bei Au­ßen­tem­pe­ra­tu­ren unter 5 Grad Celsius und bedecktem Himmel. Zeiträume morgens oder spätabends sind besonders geeignet, da die Fassade dann nicht von der Sonne aufgeheizt wurde.

Muss das Gebäude für eine Thermografie beheizt sein?

Ja, für verlässliche Messergebnisse muss das Gebäude während der Aufnahmen beheizt sein. Nur so entsteht eine ausreichende Tem­pe­ra­tur­dif­fe­renz zwischen Innen und Außen, um Wärmeverluste sichtbar zu machen.

Brauche ich bei einer Thermografie auch Innenaufnahmen?

Ja, Innenaufnahmen sind bei einer Thermografie unbedingt zu empfehlen. Nur die Kombination aus Innen- und Au­ßen­ther­mo­gra­fie ermöglicht eine fundierte Analyse. Außenaufnahmen zeigen erste Anhaltspunkte, Innenaufnahmen offenbaren Ursachen, wie etwa undichte Stellen, feuchte Dämmung oder Leckagen.

Was kostet eine professionelle Thermografie?

Bei Heid liegt der Preis für eine qualifizierte Thermografie inklusive schriftlicher Auswertung je nach Objektgröße und Umfang im mittleren dreistelligen Eurobereich. Die Kosten können im Rahmen einer förderfähigen Maßnahme anteilig übernommen werden.

Ist die Thermografie förderfähig?

Ja. Thermografien sind förderfähig, wenn sie im Zuge der Energieberatung oder im Rahmen der Fachplanung beziehungsweise Baubegleitung bei BEG-Maßnahmen durchgeführt werden.

Was passiert nach der Thermografie?

Sie erhalten einen detaillierten Bericht mit Thermogrammen, Sichtbildern und einer klaren Einschätzung. Daraus lassen sich konkrete Maßnahmen ableiten, etwa zur Verbesserung der Dämmung oder zur gezielten Beseitigung von gefundenen Schwachstellen. Auf Wunsch unterstützen wir Sie dabei mit einem vollständigen Sa­nie­rungs­fahr­plan, sollten es sich anbieten.